13. Juni
Ängste
Gerade habe ich die Galerie der Unterstützer der Medizin mit Seele besucht. Die Statements sind berührend und authentisch – und sie sind menschlich. Ich lese keine Berufspolitik – ich lese nur von Lobbyisten für die Menschlichkeit und die Werte im Gesundheitswesen. Vielen Dank!
Herr Roskothen hat gefragt, ob es Initiativen dazu auch in Deutschland gibt. Ich kenne sie nicht. Aber die Notwendigkeit dazu erkenne ich sehr wohl. Nahezu monatlich werden Krankenhäuser geschlossen oder verkauft, Ärzte streiken – all dies muss die kranken wie auch die gesunden Menschen in Deutschland in höchstem Masse verunsichern. Es ist wohl so, dass Reformen zur Sicherstellung der Finanzierbarkeit des Gesundheitswesens jetzt notwendig sind. Immerhin geht es um den Kampf für einen breiten Zugang zur Gesundheitsversorgung. Aber wir müssen die Menschen in diesem Reformprozess mitnehmen! Sprechen wir die Ängste und Bedürfnisse der Patienten offen an, sonst wird aus Angst offener Widerstand.
Ein wichtiger Hinweis kam von anderer Stelle: Menschen können Medizin mit Seele nur leisten, wenn wir den „Helfern Förderung und Anerkennung“ geben. Ganz da zu sein für den Menschen, ihm die volle Aufmerksamkeit für sein Schicksal in der zur Verfügung stehenden Zeit zu geben – dazu braucht man Kraft und Motivation. Diese notwendigen Zeichen der Wertschätzung und des Respekts ist die Aufgabe der Führung der Krankenhäuser.
Update: In einem Weblog lese ich von einer Tagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft, bei der in einem Referat "angesichts der Verknappung finanzieller Ressourcen" die stärkere Beachtung von "Wertefragen [...] die aus dem medizinischen Kontext allein nicht zu klären sind" gefordert wird.
Herr Roskothen hat gefragt, ob es Initiativen dazu auch in Deutschland gibt. Ich kenne sie nicht. Aber die Notwendigkeit dazu erkenne ich sehr wohl. Nahezu monatlich werden Krankenhäuser geschlossen oder verkauft, Ärzte streiken – all dies muss die kranken wie auch die gesunden Menschen in Deutschland in höchstem Masse verunsichern. Es ist wohl so, dass Reformen zur Sicherstellung der Finanzierbarkeit des Gesundheitswesens jetzt notwendig sind. Immerhin geht es um den Kampf für einen breiten Zugang zur Gesundheitsversorgung. Aber wir müssen die Menschen in diesem Reformprozess mitnehmen! Sprechen wir die Ängste und Bedürfnisse der Patienten offen an, sonst wird aus Angst offener Widerstand.
Ein wichtiger Hinweis kam von anderer Stelle: Menschen können Medizin mit Seele nur leisten, wenn wir den „Helfern Förderung und Anerkennung“ geben. Ganz da zu sein für den Menschen, ihm die volle Aufmerksamkeit für sein Schicksal in der zur Verfügung stehenden Zeit zu geben – dazu braucht man Kraft und Motivation. Diese notwendigen Zeichen der Wertschätzung und des Respekts ist die Aufgabe der Führung der Krankenhäuser.
Update: In einem Weblog lese ich von einer Tagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft, bei der in einem Referat "angesichts der Verknappung finanzieller Ressourcen" die stärkere Beachtung von "Wertefragen [...] die aus dem medizinischen Kontext allein nicht zu klären sind" gefordert wird.


