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Gelebte "Medizin mit Seele"

Immer wieder stoßen wir auf gelebte und erlebte Beispiele von "Medizin mit Seele“. Genau am Punkt ist ein Projekt am Orthopädischen Spital Speising. Pro Jahr werden dort tausende Menschen auf höchstem medizinischem Niveau operiert. Dass die meisten Patienten den Eingriffen an ihrem Körper mit Angst und Sorge entgegen sehen versteht sich von selbst und ist natürlich. Daher hat sich das Ordensspital entschlossen, am Ort und am Zeitpunkt der größten Angst – bei der Schleuse in den Operationssaal – eine Dienstleistung besonderer Art anzubieten: Ordensschwestern stellen sich zur Verfügung – für ein Gespräch, eine Berührung oder einfach nur um da zu sein. Die Resonanz der Patienten ist unglaublich positiv. Die Angst verschwindet nicht immer, aber der Patient hat das Gefühl, dass seine Angst sein darf, dass sie verstanden wird, dass sie angenommen wird und Teil seiner selbst ist. Der Aufwand ist gering und die Wirkung dabei so groß.
gs (anonym) - 8. Aug, 17:16
Ich finde diese Einrichtung sehr gut um die Angst zu nehmen, allerdings könnte sie auch bei einigen Patienten in eine andere, nicht so gewünschte Richtung gehen. Ich kann jetzt natürlich nur aus meiner Sicht sprechen, aber ich kann mir vorstellen, dass es bei manchen Menschen auch noch angststeigernder wirken könnte.
Barbara Wimmer (anonym) - 23. Aug, 09:16
Das denke ich weniger. Denn ist nicht jeder Patient, der kurz vor einer OP steht, froh, wenn es jemanden gibt, der einem zuhört oder ermutigendende Worte zuspricht. Die tun in solch Momenten doch jedem gut bzw. will doch ein jeder gerne hören, da sie beruhigen.
BergmannS - 19. Sep, 22:39
Ein schöner und sehr menschlicher Ansatz! Es ist oft nicht die Quantität der Zeit (also die Dauer), die etwas bewirkt, sondern die Qualität der Zeit, die wir unserem Gegenüber widmen. Ein banales, aber häufiges Missverständnis. Kleine Gesten, aufrichtige Worte, aufmunternde Blicke, Ernsthaftigkeit, wo sie geboten ist, ein Lachen, wo es Freude macht. Und kleine Berührungen.
Durch viele interessante Studien habe ich mich gearbeitet, manche haben mich berührt. Ein einfaches Experiment: zwei internist. Stationen, beide mit guter med.Versorgung. Alles bekamen die Patienten, bis auf einen kleinen Unterschied. In der einen Station wurden dann die Patienten durchschnittlich 3-4 Tage früher entlassen, auch der Genesungsprozess schritt schneller voran. Was war der Unterschied? Bei der langsameren Gruppe vermied man tunlichst jeden Körperkontakt. Die andere Gruppe wurde berührt im doppelten Sinn. Die Wirkung des Menschen auf den Menschen.

Aber selbst die schönsten Gesten brauchen die Freiheit wählen zu dürfen, sonst verkehrt sich "gut gemeint" in schlecht gemacht. Kann der Patient entscheiden, fühlt er sich selbstbestimmt und bekommt die Verantwortung zurück, die er verdient und tragen kann.
weissengruber helmut (anonym) - 23. Nov, 09:58
wenn es bei der aufnahme ok ist
wenn es auf deer station ok ist
wenn es beim narkose arzt ok ist
wenn es bei der operation alles gut veläuft
wenn die nachbehandlung ok ist
dann ist alles ok