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Was wollen zu Pflegende wirklich?

In der aktuellen Pflegediskussion könnte man leicht den Überblick verlieren. Fast täglich gibt es neue Lösungsvorschläge, um den aktuellen und künftigen Pflegebedarf auf möglichst legale Art und Weise zu decken. Mit unglaublicher Selbstsicherheit haben sämtliche Interessengruppen, Lobbyisten und politische Parteien das Pflegeproblem haarscharf erkannt und kennen eben die richtige Lösung. Aber wer hat denn wirklich jemals pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige ernsthaft, strukturiert und umfassend nach ihren Bedürfnissen gefragt? Wer hat den Bedarf nach Pflege in Heimen oder zu Hause repräsentativ erhoben? Wer hat jemals nach den Ängsten und Sorgen alter Menschen gefragt und wie man ihnen wirklich helfen kann?

Gerade hat Österreich im Krankenhaus-Bereich eine umfassende Erhebung künftiger Krankheiten der Österreicherinnen und Österreicher abgeschlossen (siehe Österreichischer Strukturplan Gesundheit). Daraus haben wir einen Bedarfsplan für medizinische Angebote abgeleitet. Im Pflegebereich gibt es diese Bedarfs- erhebung nicht. Wie können dann die Lösungsvorschläge so klar sein? Wir müssen darauf achten, dass nicht die Interessengruppen ihre Anliegen zum Lösungsmodell erklären. Einzig das Bedürfnis des zu pflegenden Menschen und seiner Angehörigen zählt. Aber vielleicht müssten wir das System dann wirklich grundlegend ändern. Lassen Sie es uns erheben. Gerade in Vorwahlzeiten sind die Österreicherinnen und Österreicher doch in Meinungsumfragen wirklich geübt.




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