Inhalt

zur Navigation

Öffentliche Debatten über das Gesundheitswesen

Viele öffentliche Debatten über das Gesundheitswesen und seine Zukunft sind gemacht für die gesunden Menschen. Wer gesund ist, hat den Mut und die Motivation über Geld, Krankenhausbetten und Verweildauern nachzudenken. Was bewegt allerdings die Menschen, wenn sie krank sind? Was ist, wenn man seine Autonomie und seine Selbstbestimmung verliert – schlagartig? Dann sind es ganz andere Themen, die uns bewegen. Halbjährlich befragen wir die Menschen, die in unsere Krankenhäuser kommen nach ihrer Meinung zu unserer Arbeit und unserer Qualität. Und vor allem fragen wir nach ihren Bedürfnissen. Und jedes Mal sagen uns die Menschen, was Sie neben der kompetenten medizinischen und pflegerischen Behandlung brauchen: liebevolle Zuwendung! Die größte Zufriedenheit erfährt, wer die volle Aufmerksamkeit durch Arzt und Pflegemitarbeiter erhält. Es geht dabei nicht nur um die Zeit. Es geht darum, dass der Patient im Moment den Eindruck hat, dass den Menschen gegenüber das einzigartige Schicksal und die Fragen der Ungewissheit wirklich interessieren, die der Kranke hat. Es geht um den sichtbar entgegengebrachten Respekt vor der Würde des Menschen. In unseren Krankenhausbetrieben, die von steigenden Patientenzahlen und kürzeren Verweildauern geprägt sind, ist das eine große Herausforderung für alle Beteiligten. Ich glaube, dass ein Krankenhaus viel mehr ist als ein Ort der Diagnose und Therapie. Für mich ist ein Krankenhaus ein Ort, an dem auch die Hilflosigkeit eines Menschen ihren Platz finden muss und an dem Patienten Halt durch unsere Zuwendung erfahren.
11. Mai, 12:28
Gestern habe ich eine interessante Veranstaltung besucht: unter dem Titel "Wer glaubt, wird alt!?" lud das Haus der Barmherzigkeit zu einer Diskussionsrunde ein.

Der Glaube ist meiner Meinung nach ein sehr wichtiger Wert. Je höher das spirituelle Wohlbefinden und die Zwendung anderer ist, um so geringer sind Angst und Depressionen. Zwei Beispiel aus meinem Bekanntenkreis bestätigen meine Sichtweise, bei beiden trifft das auf jeden Fall zu!
16. Mai, 14:09
Kulturerbe Volksmedizin
Am 5.Mai haben in Wien Experten über traditionelle Medizin diskutiert. Das Symposium hat die Bedeutung alter, natürlicher Heilmethoden bei vielen wieder ins Bewusstsein gerufen. Die technischen Entwicklungen in der Medizin sollten die traditionellen, über Generationen bewährten Behandlungsmethoden ergänzen anstatt sie zu ersetzen.

Die Wirkung zahlreicher heimischer Pflanzen darf nicht unterschätzt werden und könnte die ein oder andere chemische medikamentöse Behandlung unterstützen. Bei der Heilung von Menschen sollten wir die Ausgewogenheit von Natur und Technik anstreben und nicht das eine dem anderen vorziehen. In der Realität stehen die Bereiche Schulmedizin und Komplementärmedizin leider oft in Konkurrenz zueinander. Die Generation unserer Großeltern ist ein gutes Beispiel für das funktionierende Zusammenspiel von Schul- und Komplementärmedizin.

Bis ins hohe Alter beharren viele von ihnen auf die für sie von Kind auf bekannten Heilmethoden aus natürlichen Wirkstoffen. Die traditionellen Hausmittel als Ergänzung zu moderner, medikamentöser Behandlung haben das Leben bis ins hohe Alter positiv unterstützt.

Volksmedizin als Kulturerbe zu deklarieren und das traditionelle Wissen über alternative Heilmethoden mit aktuellen Forschungsergebnissen zu erweitern und zu vereinen, ist vorbildhaft. Welche Ergebnisse daraus in die Medizinpraxis integriert werden, wird sich zeigen.